Donnerstag, 26. Juni 2014

Mein Sommer am See von Eymlia Hall

Allgemeine Informationen:
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 416 
Preis: 9,99€
Verlag: btb 

Klappentext:
Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach … 


Meine Meinung:
Unsere Protagonistin in diesem Buch ist Beth, aus dessen Sicht auch die Geschichte erzählt wird. Am Anfang bekommt sie Besuch von ihrem Papa, hier merkt man gleich das das Verhältnis zwischen den beiden, nicht das Beste ist und beide nicht miteinander umzugehen wissen. Ihr Vater kommt sie nur besuchen, um ihr persönlich ein Päckchen aus Ungarn zu geben, als sie dies herausfindet, wird alle Mühe miteinander auszukommen vergessen und ihre Wege trennen sich wieder. Eigentlich ist Beth überzeugt, das sie dieses Päckchen nie und nimmer öffnen möchte, weil sie die Erinnerungen und jegliche Verbindungen an Ungarn am letzten Tag in Ungarn zurückgelassen hat und nie wieder darüber reden wollte. Lange hält sie es dann doch nicht aus und öffnet es. In diesem Päckchen findet sie einen Brief von ihrem Stiefvater, in dem steht, das ihre Mama Marika, verstorben ist und ihr dieses ­Scrapbook "hinterlassen" hat. 

Bis zu diesem Punkt der Geschichte zieht es sich etwas in die Länge, aber die Zeitsprünge, die dann folgen gehören zum Highlight der Geschichte.Man begleitet Beth auf ihrer Reise durch dieses Buch, durch das sie die Sommer, die sie bei ihrer Mutter in Ungarn verbrachte, wiedererlebt.Ich habe es ­geliebt diese Sommer noch mal mit ihr zu erleben. Ich war selbst schon 2-mal am Balaton und habe andere Teile von Ungarn gesehen, wodurch ich mir die dortige Handlung und die Orte sehr sehr gut vorstellen konnte. Das heißt aber nicht das ich meine eigenen Ungarnerfahrungen dafür brauchte. Die Autorin hat einen wundervoll beschreibenden Stil, auch wenn dadurch ein paar Längen vorhanden sind. Wer aber ausführliche Beschreibungen mag und einen schönen Stil zu schätzen weiß, den wird das nicht weiter stören.
Alle Charaktere konnte man spätestens am Ende des Buches, als der große Knall der Geschichte offenbart wurde, vollkommen nachvollziehen, auch wenn man vielleicht nie selber so handeln würde, weil man mit Schicksalsschlägen glaubt, anders umzugehen.
 
Fazit:
Eine "schwerere" Sommergeschichte, die sehr bildlich rüberkam und ein wenig zum Nachdenken anregt, wie man selber mit wichtigen Menschen in seinem Leben kommuniziert. 
Ich werde mir weitere Bücher der Autorin bei Erscheinen, definitiv näher angucken.

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